Beschreibung
Keller Westhofener Morstein 2013
Das Weingut Klaus Peter Keller: Präzision auf Weltklasse-Niveau
Das Weingut Klaus Peter Keller steht heute wie kaum ein anderer Betrieb für die internationale Spitze des deutschen Rieslings. Klaus Peter Keller hat Rheinhessen neu definiert: radikale Ertragsreduktion, kompromisslose Selektion, perfekte Lesezeitpunkte und ein extrem präziser Ausbau im großen Holz. Seine Grossen Gewächse gehören seit Jahren zur Weltelite. Morstein ist dabei eine der ikonischsten Lagen des Hauses – ein Monument aus Kalkstein, das Struktur über Frucht stellt.
Westhofener Morstein 2013: Kalk, Spannung, Reife
Die Lage Westhofener Morstein ist geprägt von massivem Kalksteinuntergrund. Die kargen Böden zwingen die Reben tief zu wurzeln. Das Resultat sind Weine mit enormer mineralischer Spannung und kühler Präzision.
2013 war kein einfaches Jahr. Späte Blüte, selektive Lese, geringe Erträge. Das Ergebnis: ein strukturierter, säurebetonter Jahrgang mit enormem Reifepotenzial. Heute zeigt sich, warum Geduld hier entscheidend war. Im Glas präsentiert sich der 2013 Morstein mit klarem, leicht gereiftem Goldton. Die Nase wirkt kühl und tief: Zitruszeste, Limettenschale, reifer Apfel, dazu Rauch, nasser Stein und feine Kräuter. Erste tertiäre Anklänge von Honig und getrockneter Kamille blitzen auf, ohne die Frische zu verlieren. Am Gaumen straff und linear. Die Säure ist tragend, messerscharf, aber perfekt eingebunden. Der Wein baut Druck auf statt Volumen. Salzige Mineralität, Zitrusöl, kalkige Länge. Kein lauter Riesling, sondern ein konzentrierter, fast burgundischer Ausdruck von Kalkstein.
Der Abgang ist lang, trocken und vibrierend.
2013 Morstein ist kein Wein für schnelle Effekte. Er verlangt Aufmerksamkeit – und belohnt sie.
Ideal zu: Steinbutt oder Seezunge, Hummer mit Beurre blanc, Kalb mit heller Sauce, Gereiftem Comté.
Das Reifefenster ist noch lange nicht geschlossen. Weitere 10–20 Jahre sind realistisch.
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Weingut Keller




